Experiminta

Die Welt durch eine Seifenblase sehen

Experimentieren, ausprobieren, grübeln, staunen, entdecken, nachdenken, problemlösen, verstehen und begreifen – ein einziger Ausflug kann das leisten. 

Im Rahmen der AG Mathezirkel für die 5. bzw. 6./7. Klassen fand am 14.06.2011 der Ausflug nach Frankfurt-Bockenheim in das EXPERIMINTA-Museum statt. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich bereits zu Beginn des Schuljahrs gewünscht: „Wir wollen mathematische Phänomene verstehen. Wir wollen knobeln, ausprobieren und testen.“ Das im März 2011 eröffnete Mitmachmuseum mit dem Motto „Anfassen erwünscht statt Berühren verboten“ bietet an über 100 Experimentierstationen die Möglichkeit zu probieren, forschen und zu begreifen.

 

Wie viel Kraft steckt in mir?

Den ersten Halt machten die Schülerinnen und Schüler an einer überdimensionalen Zange. An ihr kann getestet werden, welche Kraft in einem steckt. Auch Christian G. aus der 5c fand schnell heraus, dass physikalische Gesetze dabei eine wichtige Rolle spielen: „Je weiter hinten ich mich auf den Zangenarm setzt, desto mehr schließt sich die Zange.“

 

Kraft aber scheint nicht immer die Lösung zu sein. An drei Stühlen, die nur an Seilen an der Decke befestigt sind, können sich die Besucher selbst hochziehen (Flaschenzugprinzip). Luisa K. (5a) und Linda S. (5d) starteten gleich ein Wettrennen. Wer wird wohl gewonnen haben. (Tipp: Nicht die Stärkste hat gewonnen.)

 

„Jetzt erst mal kurz entspannen.“, meint Kevin K. aus der 5c, während er sich auf einem Fakirbett mit über 100 Nagelspitzen entspannt. Sami G. (5a) hat da noch einen Tipp: „Auf dem Rücken ist es viel gemütlicher als auf dem Bauch.“

 

 

 

 

 

„Da gackert ein Huhn!“

In einem Nebenraum gab es währenddessen beim „Gehör-Memory“ besondere Begeisterung. Jakob G. (5c) erklärte kurz das Prinzip des Spiels: „Eigentlich ist es wie ein normales Memory, nur dass man jetzt gleiche Geräusche finden muss. Das ist gar nicht so einfach.“ Es gilt, aus 36 Geräuschen möglichst viele Geräuschpaare zu finden, darunter zum Beispiel das Starten eines Feuerwerks, ein Hubschrauber beim Landen, ein lautes Lachen oder das Gackern eines Huhns.

 

Nebenan erfreuen sich gerade andere Kinder an ihren durch Spiegel verzerrten Körpern, bevor sie weitergehen, um im begehbaren Auge die Physik des Sehens zu begreifen.

Zur gleichen Zeit haben es sich Elisabeth und Isabella aus der 7. Klasse gemeinsam mit Miguel aus der 5. Klasse zur Aufgabe gemacht, Leonardo da Vincis Brücken nachzubauen. Mit viel Geduld wird das Problem in Angriff genommen und schließlich auch gelöst.

 

 

 

Wie bewegt sich der Schall?

Im Keller des Museum ist indes ein langes Plexiglasrohr aufgebaut. In ihm befinden sich viele kleine Styroporkügelchen. Anita P. (5e) drückt auf dem kleinen schwarzen Knopf, der sich am Ende auf einer Säule, mit der das Rohr verbunden ist, befindet. „Cool, die Styroporkügelchen bewegen sich. Da entstehen kleine Berge. Die sehen aus wie Wellen.“ An diesem Rohr wird für die Besucher die Wellenbewegung des Schalls – im so genannten Kundtschen Rohr – verdeutlicht.

Kurz vor Ende des Besuchs finden Natascha S. (5d) und Lilli P. (5e) die gigantische Seifenblase. Sie stellen sich dazu auf ein rundes Podest und ziehen an einem Seil. Ein Ring, der in Seifenlaugenwasser getaucht ist, hebt sich um sie herum. Es bildet sich eine Seifenblase. Lilli: „Wenn man ganz vorsichtig und langsam zieht, dann wird die Seifenblase richtig groß. Dann kann man sogar durch sie hindurchsehen.“

Jeder der Schülerinnen und Schüler will wiederkommen. Das nächste Mal aber mit viel, viel mehr Zeit.

 

 

 

Hier noch ein kleiner Tipp: Die aktuelle Ausstellung „Abenteuer Informatik“ bietet neben der Frage „Wie arbeitet und denkt ein Computer?“ auch die Möglichkeit, das Binärsystem, mit dem der Rechner überwiegend arbeitet, zu verstehen. Ein hilfreicher Trick ist das binäre Zählen. Für das Abzählen lassen sich einfach die Hände benutzen. Probiert es doch einfach mal aus.

 

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