Doppelstunden

Das Doppelstundenprinzip

Das Neue Gymnasium sieht sich als fortschrittliche Bildungseinrichtung und weicht von dem altbekannten 45-Minuten-Konzept ab. Wir haben uns bei der Gründung bewusst für die Einführung des Doppelstundenprinzips entschieden. So wird ein Fach fast ausschließlich in einer Doppelstunden zu je 90 Minuten unterrichtet. Der Gong zur Fünf-Minuten-Pause zwischen den zwei Stunden entfällt, so dass die Lehrkraft die Pausen je nach Bedarf setzen kann. Durch den Entfall der Fünf-Minuten-Pause verlängert sich die Pause zwischen den Doppelstunden um jeweils 5 Minuten. Das bedeutet eine bessere Erholung für Lehrer und Schüler. Somit stellt der Doppelstundenunterricht nicht eine simple Verlängerung der Unterrichtszeit auf 90 Minuten dar, sondern leistet vielmehr Flexibilität bezüglich inhaltlicher und didaktischer Gestaltung des Unterrichts.

Kooperative Unterrichtsformen wie Gruppen- oder Projektarbeit lassen sich schwer in eine Dreiviertelstunden packen. In einer Einzelstunde bleibt oft keine Zeit, die erarbeiteten Ergebnisse zu präsentieren und ferner kommt die wichtige Phase der Ergebnisssicherung am Ende einer Unterrichtsstunde meist zu kurz. In einer Doppelstunden dagegen herrscht ein viel geringerer Zeitdruck. Schülerinnen und Schüler können länger und intensiver an einem Lerngegenstand arbeiten und neu erlerntes gleich in Übungen vertiefen. Lehrer haben in einer Doppelstunden die benötigte Zeit, um auch zeitintensive Lernformen wie Gruppenarbeiten oder Lernen an Stationen anzuwenden. Dadurch ist die Binnendifferenzierung leichter durchführbar, so dass Schüler mit Lernschwächen oder herausragenden Leistungen besser gefördert werden können. Ein Unterricht, der mit einer Vielfalt von Methoden die Selbsttätigkeit der Schüler fördert, ist im 45-Minuten-Konzept schwerer realisierbar. In den naturwissenschaftlichen Fächern bieten 90 Minuten eine bessere zeitliche Voraussetzungen für den Aufbau und die Durchführung von Experimenten.

Das Doppelstundenprinzip hat daneben große organisatorische Vorteile. Auf dem NG hat ein Schüler der 5. Klasse nur drei bzw. vier verschiedene Fächer pro Tag, ein Schüler nach regulärem 45-Minuten-Konzept dagegen bis zu acht. Wir sind der Meinung, dass den Schülern die Konzentration auf drei bzw. vier unterschiedliche Fächer leichter fällt als für sechs bzw. sieben Unterrichtsfächer pro Vormittag. Die Umstellung bedeutet also weniger Unterrichtsfächer pro Tag, weniger Hausaufgaben, leichtere Schulranzen und weniger Raumwechsel. Die geringen Raumwechsel tragen zu einer ruhigeren Arbeitsatmosphäre bei und ermöglichen einen besseren Kontakt zwischen Schülern und Lehrers. Die Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichts wird für die Schüler überschaubarer und ihr Schulalltag gewinnt einen gewohnten Rhythmus. Hausaufgaben von einem Tag zum nächsten gibt es nur noch selten. Somit können die Schüler ihr Freizeit nach der Schule besser einteilen und finden Zeit mehr Zeit für Hobbys oder Freunde.

Die Vorteile dieser neuen Struktur überzeugten das Neue Gymnasium. Doppelstunden bieten die Chance für vielfältigere Unterrichtsmethoden, der Vormittag beruhigt sich für die Schüler durch weniger Fächer- und Raumwechsel und weniger Fächer pro Vormittag bedeutet für Schüler eine Entlastung bei der Vorbereitung eines Schultages.

Stunde Uhrzeit
1./2. 7.55 – 9.25 Uhr
Pause 9.25 – 9.45 Uhr
3./4. 9.45 – 11.15 Uhr
Pause 11.15 – 11.35 Uhr
5./6. 11.35 – 13.10 Uhr (5 min Pause)
Mittagspause (7.) 13.10 – 14:00 Uhr
8./9. 14.00 – 15:30 Uhr
10. 15.45 – 16:30 Uhr

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